FastJacks Paralleluniversum

Die Welt, in der ich lebe

NetBeans 6

Stichwörter: netbeans, rails

Wer es an anderer Stelle noch nicht mitbekommen hat, NetBeans 6 ist erschienen. Die Rails-Unterstützung ist fantastisch und hat bei mir TextMate als Editor für Rails abgelöst. (Allerdings auch nur für Rails)

Eingetragen von FastJack am 4. Dezember 2007 um 02:07

NetBeans 6 als Rails-IDE

Stichwörter: ide, jruby, netbeans, rails, ruby, rubyonrails

NetBeans 6

Als ich mir das letzte Mal NetBeans angeschaut habe, war das während meiner äußerst kurzen Java-Phase. Es war irgendwann im letzten Jahrhundert, noch bevor Sun NetBeans erwarb. NetBeans war eine reine Java-Entwicklungsumgebung — für und in Java. Bis vor kurzem sah ich auch keinen Grund, mich mit NetBeans wieder zu befassen. Doch vor ein paar Tagen sah ich dann diesen Artikel in meinem Feed-Reader.

Da sich Sun vor kurzem die JRuby-Entwickler ins Haus geholt hat, wurde Ruby-Support in das kommende NetBeans 6 eingebaut. Derzeit ist NetBeans 6 noch eine Entwicklerversion und es gibt noch hier und da ein paar scharfe Ecken und Kanten, doch die Software ist durchaus benutzbar.

Ich habe einen Versuch gestartet und eine kleine Rails-Anwendung komplett mit der NetBeans-IDE entwickelt. NetBeans macht es möglich, komplette Anwendungen zu erstellen, ohne auf die Konsole zu müssen. Alle Generatoren lassen sich aus der IDE aufrufen. Auch der Mongrel/WEBrick läßt sich hier starten und stoppen. Subversion/CVS-Support muß ich wohl nicht extra erwähnen, da ich das heutzutage als selbverständlich ansehe. Sogar Autotest läßt sich bequem aus einem Menü starten. Der eingebaute SQL-Client (eigentlich fast ein kleiner Datenbankmanager) ermöglicht es sich direkt mit Datenbanken zu verbinden. Die Entwickler haben sogar einen Gem-Manager eingebaut. Damit lassen sich bequem mit einer GUI Ruby-Gems installieren, deinstallieren und updaten. (Dazu unten noch mehr)

Negativ aufgefallen ist mir, daß die IDE sich auf meinen PowerPC PowerBook ab und zu eine kleine Auszeit nimmt. Dies geschieht meistens, wenn NetBeans 6 versucht mir seine Hilfe anzubieten und dazu alle möglichen Methoden auflistet, die ich an das Objekt senden könnte. Dies ist mir auf dem Mac mini mit Core Duo in der Firma nicht so aufgefallen. Man sollte also schon eine schnelle CPU haben. Ab und zu poppen auch Fenster mit irgendwelchen Java-Exceptions auf. Da es sich noch um eine Entwicklerversion von NetBeans handelt, ist das verzeihlich. Trotz dieser Exceptions läuft jedoch die Software weiter und stürzt nicht ab.

Hier noch ein paar Tips: NetBeans 6 bringt sein eigenes JRuby mit ein paar Gems mit. Ich hatte natürlich schon ein voll lauffähiges Ruby 1.8.6 mit einem Haufen an Gems auf dem Rechner installiert. Glücklicherweise haben die Entwickler daran gedacht. In den Einstellungen findet sich unter Ruby -> Platform die Möglichkeit, einen eigenen Ruby-Interpreter anzugeben. Wählt man hier sein bisheriges Ruby aus, findet NetBeans auch die dazugehörigen Gems. NetBeans erzeugt für diese Gems einen Index, der für die Codevervollständigung benutzt wird.

Der eingebaute Gem-Manager ist zwar angenehm, funktioniert aber bei einer normalen Ruby-Installation nicht, weil normale User in der Regel nicht über Schreibrechte in /usr(/local)/lib/ruby/gems verfügen. Erst wenn man sich die nötigen Rechte verschafft, funktioniert der Gem-Manager.

Eingetragen von FastJack am 10. August 2007 um 23:30

Autotest, Growl und RSpec

Stichwörter: autotest, growl, macosx, osx, rails, rspec, rubyonrails

John Nunemaker beschreibt in Autotest Growl Pass/Fail Notifications wie man mit Growl sich die Ergebnisse von Autotest darstellen lassen kann. Hierzu muß man nur eine ~/.autotest-Datei anlegen, die die Benachrichtigunren anzeigt. Anscheinend haben jedoch letzte Änderungen in RSpec diese Beispielskripte unwirksam gemacht. Schuld ist das Ausgabeformat des Testlaufs. Doch mit wenigen Änderungen kann man das wieder hinbiegen. Nun klappen die Growl-Benachrichtigungen bei mir. Hier ist die ~/.autotest-Datei, die ich benutze. (Ich habe auch die Bilder an einen anderen Ort abgelegt)

require 'autotest/redgreen'
require 'autotest/timestamp'

module Autotest::Growl

  def self.growl title, msg, img, pri=0, sticky="" 
    system "growlnotify -n autotest --image #{img} -p #{pri} -m #{msg.inspect} #{title} #{sticky}" 
  end

  Autotest.add_hook :ran_command do |at|
    image_root = "~/Library/Autotest/Images" 
    results = [at.results].flatten.join("
")
    output = results.slice(/(\d+)\sexamples*,\s(\d+)\sfailures*/)
    if output
      if $~[2].to_i > 0
        growl "FAIL", "#{output}", "#{image_root}/fail.png", 1
      else
        growl "Pass", "#{output}", "#{image_root}/pass.png" 
      end
    end
  end
end

Eingetragen von FastJack am 5. August 2007 um 00:00

Latexspiele auf den Schienen

Stichwörter: latex, pdf, rails, rubyonrails

Wer jetzt einen Artikel über außergewöhnliche Sexualpraktiken erwartet hat, der wird enttäuscht. Vielmehr geht es darum, aus einer Rails-Anwendung ein ansehnliches PDF herauszubekommen. Es gibt einen Haufen Wege, um PDFs in einer Rails-Anwendung zu erzeugen, aber irgendwie fand ich alle unbefriedigend. Die meisten sind einfach zu Low-Level. Ich will nicht festlegen müssen, an welchen Koordinaten ein Text erscheinen soll.

Wieso nicht etwas nehmen, was sich seit Jahrzehnten bewährt hat und das ich auch kann? LaTeX erzeugt seit 1984 angenehm lesbare Dokumente. Anscheinend bin ich nicht der einzige, der diese Idee hatte. Mit Rtex existiert bereits ein Plugin für Rails, was genau das erledigt. Damit kann man einfach LaTeX-Dokumente als Views verwenden. Da das Dokument vorher durch Erb geschleust wird, kann man natürlich auf die gewohnten <%= %>-Marker zurückgreifen.

Eingetragen von FastJack am 24. Juli 2007 um 12:43

SQL ohne Schleifen

Stichwörter: activerecord, extract, postgresql, rails, rubyonrails, schleifenlos, sql

Manche Aufgaben schreien geradezu danach, mit Schleifen gelöst zu werden. In SQL ist dies selten nötig. In meinem Beispiel wollten wir für jeden Monat des letzten Jahres die Häufigkeit eines bestimmten Ereignisses errechnen um es graphisch darzustellen. Mein Kollege, der an dieser Stelle besser anonym bleiben möchte, schlug schon vor, die Abfrage 12× mit unterschiedlichen Bedingungen abzuschießen.

Mir fiel ein, daß PostgreSQL über Funktionen verfügt, mit denen man aus einem Datum Jahr/Monat/Tag (und einiges Mehr) extrahieren kann. Die Funktion heißt sinnvollerweise extract. Damit kann man das Problem mit einer einzigen Abfrage erschlagen. Dies sieht dann so aus:

SELECT EXTRACT(month FROM created_on) AS month, COUNT(*) AS occurences
FROM my_event_log
WHERE EXTRACT(year FROM created_on)=2006
GROUP BY EXTRACT(month FROM created_on)
ORDER BY EXTRACT(month FROM created_on)

Dies läßt sich auch prima in Rails verwenden.

events = MyEventLog.count(:conditions => [ "EXTRACT(year FROM created_on)=?", 2006],
                          :group => "EXTRACT(month FROM created_on)",
                          :order => "EXTRACT(month FROM created_on)")

Es sollte an dieser Stelle jedoch nicht unerwähnt bleiben, daß durch die Verwendung von Funktionen wie extract in Verbindung mit ActiveRecord, der datenbankagnostische Aspekt von ActiveRecord verloren geht, da nicht alle Datenbanken die gleichen Funktionen unterstützen. Aber vermutlich ist datenbankagnostische Programmierung eh eine utopische Vision.

Eingetragen von FastJack am 23. April 2007 um 15:54

Es ist alles eine Ansichtssache

Stichwörter: postgresql, rails, ruby, ruby on rails, rule, schema, view

Wir stellen in der Firma derzeit Teile unserer alten Software auf eine hippe und coole Rails-Anwendung um. Solange unsere Anwendung nicht fertig ist, muß die alte und die neue Software parallel laufen und auf die gleichen Daten zugreifen können. Da wird die alte Software nicht ändern können und wollen, muß sich Rails entsprechend anpassen. Wir sind ja agil, oder? Ich hätte natürlich die Tabellen gerne möglichst Rails-konform, doch die alten Daten strotzen nur so vor Altlasten: unverständliche oder irreführende mixed-case Namen. Kombiniert man das mit PostgreSQL, hat man ein Problem, da der PostgreSQL-Adapter in Rails die Namen nicht quotet, was PostgreSQL dazu veranlaßt, alle Namen in Kleinbuchstaben zu verwandeln.

mehr…

Eingetragen von FastJack am 27. Februar 2007 um 20:23

Rails flash-helper

Stichwörter: attribute, attr_human_name, flash, helper, human_attribute_name, plugin, rails, ruby on rails

Flashes sind in Rails ein schöner Weg, um den Benutzer über Ereignisse zu benachrichtigen. Zufällig bin ich dabei im Web über diesen Helper gestolpert. Nette Sache, funktioniert allerdings nicht ganz wie erwartet, wenn man noch zusätzlich das Human Attribute Override Plugin benutzt. Die Attributnamen wurden dabei vom Flash-Helper nicht korrekt angezeigt. Glücklicherweise lies sich dieses Problem leicht lösen. Der geänderte Helper sieht nun also so aus:

def display_standard_flashes(message = 'Folgende Probleme verhinderten das Speichern:')
  if flash[:notice]
    flash_to_display, level = flash[:notice], 'notice'
  elsif flash[:warning]
    flash_to_display, level = flash[:warning], 'warning'
  elsif flash[:error]
    level = 'error'
    if flash[:error].instance_of? ActiveRecord::Errors
      flash_to_display = message
      flash_to_display << activerecord_error_list(flash[:error])
    else
      flash_to_display = flash[:error]
    end
  else
    return
  end
  content_tag 'div', flash_to_display, :class => "flash #{level}"
end

def activerecord_error_list(errors)
  error_list = '<ul class="error_list">'
  errors.each_full do |m|
    error_list << "<li>#{m}</li>"
  end
  error_list<< '</ul>'
end

Nun werden auch die mit attr_human_name definierten Attributnamen in den Meldungen dargestellt.

Eingetragen von FastJack am 1. Februar 2007 um 22:34

Verschwurbelter Code

Stichwörter: acts_as_list, helper, listen, rails, ruby, sortieren

Sortierleiste

In meinem Rails-Programm möchte ich gerne Listenelemente (acts_as_list) horizontal sortieren können. Das ganze sollte über eine kleine Symbolleiste (s. Bild) über jedem Listenelement geschehen. Anfangs schrieb ich einfach den HTML/Rails-Code, der die 5 Buttons enthielt, direkt in den View hinein. Doch dann packte mich der Ehrgeiz und habe versucht, es zu verbessern. Am Ende hatte ich folgenden verschwurbelten Helpercode:

  def list_sort_buttons(options = {})
    "<table class=\"sort_buttons\"><tr>#{sort_buttons(options)}</tr></table>"
  end

  protected
  def sort_buttons(options = {})
    buttons = [ { :action => :to_top, :exclude_on => :first? },
                { :action => :up, :exclude_on => :first? },
                { :action => :delete, :exclude_on => :nil? },   # dummy
                { :action => :down, :exclude_on => :last? },
                { :action => :to_bottom, :exclude_on => :last? } ]
    cols = buttons.collect do |button|
      ["<td>", (sort_button(:controller => options[:controller],
                           :action => button[:action],
                           :id => options[:id]) unless options[:id].send(
                                                        button[:exclude_on])),
      "</td>"].join
    end.join
  end

  def sort_button(options = { :size => '16x16'})
    link_to image_tag(options[:action].to_s, :size => options[:size]),
            :controller => options[:controller], :action => options[:action],
            :id => options[:id]
  end

Endlich habe ich das Gefühl, die Anfängerpfade verlassen zu haben. Und das nur um DRY-willen.

An solchem Code sehe ich auch, daß es höchste Zeit fürs Wochenende wird

Eingetragen von FastJack am 15. Dezember 2006 um 15:05

Partials und lokale Variablen

Stichwörter: partial, rails, ruby on rails, template

Meine erste Begegnung mit Partials in Ruby on Rails sah etwa so aus:

  render :partial => 'item', :collection => @items

Und in Partial selbst sah das meistens dann so aus:

<tr>
  <td><%= h(item.name) %></td>
  <td><%= item.price %></td>
</tr>

Ich ließ mich durch dieses Beispiel zu der Annahme verleiten, daß wenn die Collection oben aus @items besteht, die lokale Variable im Partial dann der Singular davon (in diesem Fall also item) sein müßte. Umso erstaunter war ich, daß folgendes nicht funktionierte.

  render :partial => "milestone/show", :collection => @project.milestones

Meiner Logik nach wäre nun im Partial die lokale Variable milestone. Da war Rails jedoch ganz anderer Meinung. Erst nach einem genaueren Studium von ActionView::Partials klärte sich die Fehleinschätzung auf. Der Name der lokalen Variable leitet sich aus dem Namen des Partials ab. Somit wäre der Name der Variable im zweiten Beispiel show. Das Partial für das zweite Beispiel sieht nun in etwa so aus:

<h3><%= h(show.name) %></h3>

Eingetragen von FastJack am 15. Dezember 2006 um 10:18

Tücken von acts_as_list

Stichwörter: acts_as_list, rails, ruby, ruby on rails

Beim benutzen von acts_as_list in Ruby on Rails bin ich beim entfernen von Listenelementen auf eine Hürde gestoßen. Nach dem Entfernen des Listenelementes wurden die nachfolgenden Elemente nicht korrekt sortiert. Ich weiß nicht, ob ich was da falsch verstanden habe oder ob es sich um einen Bug handelt. Um letztenendes ein korrektes Verhalten meiner Liste zu erhalten habe ich folgenden Code benutzt:

child.remove_from_list
child.position = nil
parent.children.delete(child)

Es erscheint mir ein wenig umständlich, aber es funktioniert.

Eingetragen von FastJack am 12. Dezember 2006 um 15:51

Rails Edge + Gettext = Frust

Stichwörter: edge, frust, gettext, l10n, rails, ruby, rubyonrails

Notiz an mich selbst: Ruby-Gettext vorerst nur mit stabilem Rails verwenden.

Eingetragen von FastJack am 28. September 2006 um 15:48